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Bericht 19 --- Kayseri

  • jonasklein30
  • 5. Nov. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Bericht Tag 66

11.05.2024


Heute melden wir uns aus Kayseri 😊

Wir sind mitten in der TĂŒrkei angekommen.

Doch erstmal zu dem, was auf den letzten 600km passiert ist.


Wir haben die ÄgĂ€isregion und Zentralanatolien durchquert. Es sind sehr weite und hĂŒgelige Landschaften. Kaum BĂ€ume, geschweige denn WĂ€lder und trotzdem verĂ€ndert sich die Landschaft sehr hĂ€ufig. Ob der Niederschlag so unterschiedlich ist oder die Bodenbeschaffenheit, kann man nur schwer sagen. HĂ€ufig wechselt es innerhalb weniger Kilometer von sehr grĂŒn - zu sandig - zu karg und dazu noch die schneebedeckten Berge in der Ferne. Manchmal ist es auch nur ein kleiner Bach, der alles entlang seines Verlaufes in ein saftiges grĂŒn taucht.


Die meiste Zeit befindet man sich mehr als 1000 Meter ĂŒber dem Meeresspiegel ohne es optisch wahrzunehmen, als wĂ€re ganz Anatolien eine einzige Hochebene. Nur bei den Temperaturen spĂŒrt man es deutlich. Es ist wieder Ă€hnlich wie in Italien, solang die Sonne draußen ist, fĂŒhlt es sich angenehm warm an, sonst muss man sich etwas langes anziehen. Im Hochsommer soll es genau anders herum sein, das die KĂŒste das Klima angenehm hĂ€lt und sich die Landmasse im Landesinneren so aufheizt, dass es sehr heiß wird. Die Winter sind trotzdem extrem kalt, sodass man Holzöfen in den HĂ€usern sieht und Photos an der Wand, auf denen die Region schneebedeckt ist. Auch die Schilder zur Schneekettenpflicht erinnert einen daran. Irgendwie schwer vorzustellen, wenn man die meiste Zeit das maritime und milde Klima in Westeuropa erlebt. Wir haben uns dabei stark verschĂ€tzt. Das Wetter ist zum Fahrrad fahren ohnehin perfekt, wir haben lediglich damit gerechnet, dass es hier schon viel heißer sein wird und sind somit eher positiv ĂŒberrascht.


Nicht nur die Landschaft hat sich verĂ€ndert, auch jede Stadt die wir durchqueren, unterscheidet sich deutlich von der vorherigen. Man hat schon hĂ€ufiger gehört, dass der Osten der TĂŒrkei anders sei. So langsam bekommt man eine Idee, was damit gemeint ist. Es ist allerdings viel schwieriger zu beschreiben als die Landschaft.


Jetzt geht es langsam wieder Richtung Norden. Vielleicht bewahrt uns das etwas vor der bevorstehenden Sommerhitze. Die Hitze stellt gerade nicht das grĂ¶ĂŸte Problem dar, sondern die vielen Konflikte in den NachbarlĂ€ndern. Aber gut, fĂŒr uns wieder nur ein Luxusproblem.


Den Iran haben wir endgĂŒltig aus der Planung raus genommen. Die willkĂŒrlichen Verhaftungen sollen keine absolute Ausnahme darstellen. Sehr schade, weil dieses Land genau wie die TĂŒrkei fĂŒr seine extreme Gastfreundschaft bekannt ist.


Aktuell planen wir weiter nach Georgien und Armenien zu reisen. Dort können wir eventuell ein China Visum beantragen. Andernfalls mĂŒssten wir die ReisepĂ€sse nach Hause senden. Zur Not nutzen wir das 15 Tage Visum, um in die Mongolei zu kommen und schauen von dort weiter. Aber das ist noch einige Monate hin. Aktuell gilt es, die erste HĂŒrde zu nehmen.

Im Norden kÀmen wir zwangslÀufig nach Russland und im Osten durch den Iran.

Und dazwischen verweigert Azerbaijan die Einreise auf dem Landweg und damit den Weg ĂŒber das Kaspische Meer. Wir sind gespannt wie es weiter geht. Wir halten euch auf dem Laufenden đŸšČđŸšČ


Man sieht sehr viele Hirten, mit großen Schafs- und Ziegenherden. Einer wollte unbedingt das wir seinen Esel reiten.



Der Salzsee ist nahezu ausgetrocknet. Ein kĂŒnstlich angelegter Weg fĂŒhrt nun durch die Mitte des ursprĂŒnglich zweitgrĂ¶ĂŸten Sees der TĂŒrkei. Dieser ist 2021 erstmals komplett ausgetrocknet und damit auch die dort lebenden Flamingos und anderen Spezien verschwunden.



Man zeltet einfach wild im Nationalpark, an den Orten mit bestem Ausblick. Wir sind 3 Tage am StĂŒck um 5 aufgestanden um die Ballons beim Starten zu beobachten. In der ersten Nacht fielen die Temperaturen unter den Gefrierpunkt, wĂ€hrend andere in Reisenberichten von ĂŒber 40 Grad in Kapadokien berichtet haben. Es handelt sich um einen Nationalpark, welcher seine außergewöhnliche Formen, dem nahegelegenen Vulkan verdankt.




 
 
 

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